TuS Oppenau 1905 e. V. - Handball

--- Handball-Power aus dem Renchtal ---


Chronik



Der TuS Oppenau 1905 e.V. wurde am 07.05.1905 mit dem Aufbau einer Turnabteilung gegründet. Im Jahr 1930 folgte mit Fußball die nächste – und inzwischen wichtigste –Abteilung, ehe 1954 die Sportart Handball auch in Oppenau ins Leben gerufen wurde.  

Mit der Gründung der Abteilung Handball am 13.05.1954 im Vereinslokal „Linde“ verbindet man vor allem einen Namen – Helmut Jankowski. Er war der erste Abteilungsleiter und Trainer der noch jungen Abteilung. In Jahrzentelanger Vereinsarbeit war er als Spieler, Abteilungsleiter, Trainer, Schiedsrichter, etc. tätig. Der Spielbetrieb wurde schon in der Rückrunde der Feldhandball-Kreisklasse Nord 1954 außer Konkurrenz aufgenommen, welche Oppenau ohne Niederlage zu Ende bringen konnte.  


Bereits 1956 konnte die erste Meisterschaft in besagter Spielklasse erreicht werden, zum Aufstieg reichte es allerdings noch nicht. Nach dem Aufstieg zwei Jahre später mussten die Oppenauer Handballer nach einem Jahr Bezirksklasse wieder absteigen.  

Auf sich aufmerksam machen konnte die Abteilung durch Freundschaftsspiele gegen Gegner mit klangvollen Namen wie Post SV Hannover, Olympique Versailles, TuS Hofweier, oder 1880 München.  


Der nächste größere Erfolg folgte im Jahr 1967/68. Ein Großteil der von Bernhard Oberle betreuten 1. Jugendmannschaft machte den Sprung in die 1. Mannschaft. Mit den noch verbliebenen Spielern – unter anderem auch noch Helmut Jankowski – bildeten sie eine gute Mischung, so dass die Kreismeisterschaft im Feld- und Hallenhandball erreicht werden konnte, Oppenau spielte damit wieder Bezirksklasse.  

1968 verließ der Spieler Werner Decker den Verein aus sportlichen Gründen zum späteren Bundesligisten TuS Hofweier.  


Wie bekannt, wurde in dieser Zeit der Hallen-Handball immer populärer. Schon damals war das Problem einer eigenen Halle in Oppenau gegeben. In den Anfangsjahren wurde in der Schwarzwaldhalle in Baiersbronn trainiert, als Notlösung musste auch in einer ausgeräumten Fabrik-Halle trainiert werden. Die Ausmaße dieser Halle waren äußerst unbefriedigend, denn nach dem gestrichelten Kreis kam gleich die Wand.  


Die letzte Feldhandball-Saison wurde im Jahre 1975 gespielt, denn nach der Auflösung der Feldhandball-Bezirksklasse in jenem Jahr nahm der TuS Oppenau nur noch an der Hallenrunde teil. Im selben Jahr wurde Oppenau in der Hallenrunde Bezirksliga-Meister und schaffte somit den Aufstieg in die Landesliga.  


Das folgende Jahr stand wieder im Zeichen von Hallenproblemen. Im gesamten Renchtal gab es keine geeignete Halle, so dass die Heimspiele im Kreisschulzentrum Offenburg ausgetragen werden mussten, wo auch ein Trainingsabend in der Woche durchgeführt werden konnte. Nach einer schweren Saison schaffte Oppenau dann schließlich den Klassenerhalt.  


Im zweiten Landesliga-Jahr (1976/77) konnte zeitweise Nationalspieler Simon Schobel als Trainer engagiert werden, was zusätzlich als Motivation sorgte. In der Winterpause übernahm der Jugoslawe Antolic das Training, der den TuS auf Platz 5 in der Landesliga führte.  


Das sportlich wohl erfolgreichste Jahr erlebte Oppenau in der Saison 77/78. Nach der Rückkehr des inzwischen bundesligaerfahrenen Decker als Spielertrainer erreichte seine Mannschaft den zweiten Platz in der Landesliga-Tabelle. Auch das Aufstiegsspiel für die Verbandsliga wurde gegen DJK Konstanz mit 15:11 gewonnen – nur durch das Ausscheiden des TV Meißenheim in der Regionalliga konnte der TuS Oppenau nicht in die Verbandsliga aufsteigen.  


In den folgenden Jahren konnten noch drei weitere 3. Plätze in der Landesliga erreicht werden, Höhepunkte hier waren die Lokalderbys gegen den TV Oberkirch, das erste Aufeinandertreffen vor 800 Zuschauern stattfand.  


Gewaltige Veränderungen innerhalb der Mannschaft und die dadurch verschlechterte Spielstärke, sowie die verbesserten Trainings- und Spielbedingungen der anderen Vereine (Oberkirch, Ottenheim, Willstätt,…) führten zu einem Abtrudeln in untere Tabellenregionen, schließlich stieg der TuS Oppenau im Jahr 1983 ab.  


Auch in den kommenden Jahren konnte ein weiterer Fall nicht verhindert werden, nach 3 Jahren Bezirksliga musste 1986 der Abstieg in die Kreisklasse verbucht werden.  

Erst 1990/91 konnte wieder ein Erfolg verbucht werden. Mit jungen Spielern die aus der A-Jugend Meistermannschaft herausgekommen waren (Spieler wie Manfred Spinner, Harald Doll,…) schaffte die 1. Mannschaft mit dem Trainer Bernhard Schindler wieder den Aufstieg in die Bezirksklasse.  


Nach Wechseln der Spielklassenzugehörigkeit (Kreisklasse A und Bezirksklasse) in den 90ern spielt die Mannschaft um Trainer Harald Göppert nach dem Aufstieg 2000 aktuell wieder in der Bezirksliga.  


“Ausverkauft” hieß es in der neuen Halle gleich mehrmals: Das Eröffnungsspiel fand gleich gegen den damaligen Bundesligisten SG Willstätt/Schutterwald statt. Aber auch in der offiziellen Hallenrunde fand der Handballsport weiter an Beliebtheit. Im mit Spannung erwarteten Derby gegen den TV Oberkirch fand ebenfalls kein weiterer Zuschauer in der neuen Günter-Bimmerle-Halle mehr einen Platz.